one sec - Story, Features und Fakten
Inhalt
- Der Entwickler hinter one sec: Frederik Riedel
- Wie ist die Idee zu one sec entstanden?
- Wie funktioniert one sec?
- Ein Überblick über one sec’s Features
- Wofür nutzen Menschen one sec?
- Wie generiert one sec Umsatz?
- Wissenschaftlich fundierter Ansatz – Wirkung durch Max-Planck-Institut bestätigt
- Was Nutzer:innen sagen
- Wo gibt es one sec?
- Zahlen zur Social-Media-Nutzung
- one sec in den Medien
Der Entwickler hinter one sec: Frederik Riedel
Mit 15 hat Frederik seine erste App programmiert, mit 20 seine erste eigene Firma gegründet. Heute lebt er in Barcelona und arbeitet zusammen mit einem 17-köpfigen Team vorrangig an der App one sec.
Jede von Frederiks App-Ideen entsteht aus einem persönlichen Bedarf heraus. Er baut Tools für sich selbst – und veröffentlicht sie anschließend, damit auch andere davon profitieren können. Sein Ziel ist es, einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen; im Fall von one sec: Menschen zu helfen, sich von süchtig machenden Algorithmen zu befreien, damit sie ihre Zeit sinnvoller nutzen können.
Ein paar Fakten über Frederik
- 1995 in Stuttgart geboren
- Lebt in Barcelona
- Software-Engineering-Studium an der Universität Stuttgart
- Fünf Apple-Stipendien für die World Wide Developer's Conference (WWDC) im Silicon Valley
- 2017 Praktikum bei Apple in Cupertino
- 2019 Teilnahme am Apple Entrepreneur Camp
- Seine App Redpoint erhielt die Auszeichnung „App of the Day“ von Apple
Wie ist die Idee zu one sec entstanden?
Frederik hat den Aufstieg von Smartphones und sozialen Medien von Anfang an miterlebt. Als Vertreter der frühen Generation Z sind Internet und Apps schon lange fester Bestandteil seines Lebens. Aber während der Pandemie geriet seine Handynutzung außer Kontrolle. Als er von einer Strategie hörte, bei der man die Social-Media-Nutzung einschränken kann, indem man vor dem Öffnen der App „einmal tief durchatmet“, hatte er eine Idee. „Ich fand den Ansatz sinnvoll, aber habe dabei ein Problem gesehen: Er funktioniert nur, wenn man eine App bewusst öffnet. Das ist aber oft nicht der Fall.“ Also beschloss Frederik, seine Skills zum Programmieren einer Automatisierung zu nutzen, die die Menschen dazu „zwingt“, tief durchzuatmen. Die Folge: Sie überlegen zweimal, ob sie eine zeitfressende App oder Website öffnen.
Wie funktioniert one sec?
Unsere Gewohnheiten in Social Media sind das Ergebnis psychologischer Mechanismen, die Apps in unserem Gehirn auslösen. Sie nutzen das Prinzip der „instant gratification“ (sofortige Belohnung), bei dem Dopamin freigesetzt wird, sobald wir ein „Like“ oder eine Nachricht auf unserem Smartphone wahrnehmen.
one sec’s Ansatz besteht darin, diese Gewohnheiten zu durchbrechen. Die Nutzer müssen erst eine Übung absolvieren, bevor sie eine konfigurierte App verwenden können. Indem sie länger warten müssen, bis Social Media geöffnet werden kann, verliert ihr Gehirn mit der Zeit das Interesse an schnellen Dopaminschüben.
Im Gegensatz zu anderen Apps mit ähnlicher Zielsetzung ist one sec keine vorübergehende Lösung – die App ist ein ständiger Begleiter, der die Dopaminfallen von Apps und Websites ausschaltet. Sie stellt die beste Lösung dar, um eine gesunde Beziehung zu Social Media und anderen ablenkenden Apps zu etablieren.
Ein Überblick über one sec’s Features:
- Atemübung — zwingt Dich zu einem tiefen Atemzug, jedes Mal wenn Du Social Media oder eine andere App öffnest
- Breathwork — weitere Atemtechniken für mehr mentale Klarheit und weniger Stress oder Anspannung
- Physische und spielerische Übungen — z. B. Handy drehen, Folge dem Punkt oder Math Problem.
- Affirmationen — z. B. Spiegel: Schau Dir in die Augen und sag Dir selbst, dass Du diese App jetzt wirklich öffnen willst
- Gesunde Alternativen — schlägt Dir statt Scrollen etwas anderes vor, z. B. einem Hobby nachgehen, ein Buch lesen oder eine Freundin anrufen
- Emotions- oder Intentions-Tracker — zeigt Dir, wie Deine App-Nutzung auf Deine Stimmung wirkt, oder lässt Dich vorher eine Absicht festlegen
- Journaling – halte Deine Gedanken und Gefühle fest
- Blockieren — blockiert ausgewählte Apps, sofort oder nach Zeitplan
- Guten-Morgen-Countdown — verhindert, dass Du direkt nach dem Aufwachen Apps öffnest
- Adult Content Detox — blockiert Erotikseiten
- In-App-Ablenkungen entfernen — blockiert einzelne Funktionen innerhalb von Apps, etwa Reels und Stories auf Instagram oder Shorts auf YouTube
- Integrationen — kombiniere one sec mit LENGO oder Structured und lerne eine Sprache oder erledige offene Aufgaben, statt zu scrollen
Welche Features verfügbar sind, hängt von der Plattform ab (iOS, Android, Browser, Mac). In der kostenlosen Version von one sec gibt es die Atemübung, und es kann eine App konfiguriert werden.
Wofür nutzen Menschen one sec?
Am häufigsten werden blockiert:
- Social Media
- Games
- Finanz-Apps (Aktien- und Krypto-Portfolio-Apps)
- Dating-Apps wie Tinder oder Grindr
- News-Apps und -Websites
- Shopping-Apps und -Websites (Vermeiden von Impulskäufen)
- Video-Streaming (YouTube, Netflix…)
Wie generiert one sec Umsatz?
Für eine App ist one sec kostenlos. So können Nutzer:innen testen, ob das Konzept zu ihnen passt. Wer mehr Apps konfigurieren möchte, wechselt zur Pro‑Version. Die Preise sind hier aufgelistet.
one sec verkauft keine Nutzungsdaten. Investoren gibt es ebenfalls keine; die Firma finanziert sich von Anfang an selbst.
Wissenschaftlich fundierter Ansatz – Wirkung durch Max-Planck-Institut bestätigt
one sec ist die einzige App in der Kategorie „Bildschirmzeit“, deren Grundlage fachlich geprüfte wissenschaftliche Forschung bildet – das wurde in einem wissenschaftlichen Bericht der Universität Cambridge bestätigt.
Um die Auswirkungen von one sec auf die App-Nutzung zu messen, haben wir eine Studie in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut durchgeführt. Das Ergebnis: one sec reduziert die App-Nutzung im Durchschnitt um 57 %. Der zugehörige Forschungsbericht ist hier verfügbar.
Dazu kommen mehrere Forschungsprojekte von Instituten und Behörden, an denen one sec beteiligt war:
- Dänische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde – Disrupting Social Media Habits: a Field Experiment with Young Danish Consumers
- Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) – Social-Media-Intervention mit Jugendlichen
- Association for Computing Machinery – A Longitudinal In-the-Wild Investigation of Design Frictions to Prevent Smartphone Overuse
Was Nutzer:innen sagen
one sec hat international über 115.000 Bewertungen erhalten. Knapp 90 % davon sind Fünf-Sterne-Bewertungen; im Schnitt sind es 4,8 Sterne (Stand: August 2026).
Wo gibt es one sec?
Die App oder Browser-Extension kann hier heruntergeladen werden:
- iOS App Store (iPhone / iPad) und Mac-Version (inkl. Safari Extension)
- Google Play Store (Android)
- Browser-Extensions: Google Chrome, Firefox, Edge, Safari
Zahlen zur Social-Media-Nutzung
- Menschen in Deutschland verbringen täglich 1 Stunde und 41 Minuten mit Social Media, hochgerechnet fast zwölf Stunden pro Woche.
(Quelle: Digital 2025 Report, DataReportal, We Are Social und Meltwater) - 21,5 % der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland zeigen einen riskanten Social-Media-Konsum, 6,6 % erfüllen die Kriterien einer Abhängigkeit. Zusammen sind das rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche.
(Quelle: DAK-Mediensucht-Studie von DAK-Gesundheit und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Erhebung 2025) - Intensive Social-Media-Nutzung geht bei Jugendlichen mit Depressionen, Angst und psychischer Belastung einher.
(Quelle: Betul Keles, Niall McCrae & Annmarie Grealish (2020) A systematic review: the influence of social media on depression, anxiety and psychological distress in adolescents, International Journal of Adolescence and Youth, 25:1, 79-93, doi: 10.1080/02673843.2019.1590851) - Wer Social Media reduziert, hat deutlich weniger depressive Symptome. Ein kompletter Verzicht ist nicht nötig.
(Quelle: May, W., Malouff, J. M., & Meynadier, J. (2025). Reducing social media use decreases depression symptoms: A meta-analysis of randomised controlled trials. European Journal of Investigation in Health, Psychology and Education, 15(11), 222, doi: 10.3390/ejihpe15110222)
one sec in den Medien
- t3n – Smartphone-Sucht: Wie ich mit einer App meinen mentalen Arbeitsspeicher entlastet habe, 25.05.2026
- BR – “Einmal tief durchatmen”: Mithilfe einer App weniger am Handy?, 18.01.2026
- DIE ZEIT – Endlich runter mit der Bildschirmzeit, 08.02.2024
- The Verge – How to reinvent your phone without buying a new one, 17.09.2023
- T-online.de – Nie mehr unnötig von Social Media ablenken lassen, 25.05.2023
- Business Insider: – I tried a new app that promised to cure my addiction to social media, and it actually worked, 05.03.2023
- New York Times – Everything You Need to Break Up With Your Phone, 03.03.2023
- The Wall Street Journal – How 20 Seconds Can Make You a Better Investor, 02.03.2023
- TIME Magazine – “This App Could Fix Your Social Media Addiction, 14.12.2022”
- Refinery29 – Will The ‘One Sec’ App Help Kill My Social Media Addiction?, 07.10.2022
- Fluter – Kommt mal runter, 31.03.2022
- Der Spiegel – Wie Sie den unbewussten Griff zum Handy vermeiden, 10.02.2022
- iTopnews – Die besten Produktivitäts-Apps 2021, 30.12.2021
- iphone-ticker.de – Gegen Dopamin auf Knopfdruck: Mehr Achtsamkeit statt blinder App-Starterei, 27.01.2021
- BILD – Entwickler Frederik (24) aus Berlin: ‘Ich kann von meinen eigenen Apps leben’, 31.05.2020
Shoutouts
- Ich hab mir gerade die ONE SEC APP von @frederik installiert und immer wenn ich Twitter öffnen will, muss ich jetzt erstmal ganz tief durchatmen vorher. Prima! – Jan Böhmermann auf Mastodon
- Diese kostenlose App spart mir jeden Monat 21 Stunden. – Ali Abdaal auf Youtube
- „one sec“ heißt die App, kann ich wirklich nur jedem empfehlen [...] und das Geile an dem Ding ist: Du kannst es nicht austricksen. – Joko Winterscheidt in Sunset Club (ab 00:05:00)